Zahnstein vermeiden: 5 Tipps, um Zahnstein effektiv vorzubeugen

Zahnstein vermeiden: 5 Tipps, um Zahnstein effektiv vorzubeugen

Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Zahnpflege sind die Grundpfeiler, wenn Sie die Entstehung von Zahnstein vermeiden möchten. (Quelle: New Africa/shutterstock.com)

Die Entfernung von Zahnstein erfordert entweder den Besuch beim Zahnarzt oder viel Fingerspitzengefühl und das nötige Know-How. Die einfachste Methode, um Zahnstein zu bekämpfen, ist daher die Vorbeugung. Wo kein Zahnstein entsteht, müssen Sie auch keinen Zahnstein entfernen.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung von insgesamt 5 Methoden, die bei der Vorbeugung helfen. Wir haben die Methoden dabei nach ihrer Effektivität sortiert. Angefangen mit der effektivsten Methode. Wenn Sie sich an diese Tipps halten, sollten Sie so schnell keine Probleme mit Zahnstein bekommen.

1. Gründliche Zahnreinigung ist das A und O

Eine gründliche – und vor allem regelmäßige – Zahnreinigung ist mit Abstand die effektivste Methode, um die Entstehung von Zahnstein zu vermeiden. Sie sollten sich täglich zwei- bis dreimal die Zähne putzen. Idealerweise direkt nach jeder Mahlzeit.

Hier einige weitere Hinweise, die Sie beim Zähneputzen unbedingt beachten sollten:

Ist der Zahnstein einmal entstanden, können Sie diesen leider nicht mehr einfach wegputzen. Das muss vor der Verfestigung der Plaque geschehen.

2. Jährliche Kontrolltermine wahrnehmen

Auch abseits von Zahnstein sollten Sie mindestens einmal im Jahr beim Zahnarzt vorstellig werden. Idealerweise sogar zweimal. Bei diesem wichtigen Kontrolltermin überprüft der Zahnarzt die Gesundheit Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleisches. Wenn es nötig ist, entfernt der Zahnarzt vorhanden Zahnstein. Übrigens: Einmal im Jahr trägt Ihre Krankenkasse diese Kosten. Es handelt sich dabei um eine Kassenleistung.

3. Gesunde Ernährung und Verzicht auf Zucker

Für die Entstehung von Zahnstein sind Milliarden von Bakterien verantwortlich, die in Ihrer Mundflora wachsen und gedeihen. Dabei muss man – ähnlich wie beim Darm – zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden. Die schlechten Bakterien und deren Ausscheidungen sind die wichtigste Ursache für Zahnstein.

Besonders gerne ernähren sich diese Bakterien von Zucker. Es ist daher empfehlenswert, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Gemüse, qualitativ hochwertiges Fleisch und frisches Obst sind besonders empfehlenswert.

Ergo sollten Sie auf stark zuckerhaltige Lebensmittel verzichten. Dazu zählen beispielsweise Limonade, Cola, Fertigprodukte und sämtliche Süßigkeiten. Wenn Sie Zucker weitestgehend aus Ihrer Ernährung verbannen, hungern Sie die schlechten Bakterien in Ihrem Mundraum aus.

Das funktioniert übrigens auch mit Xylit-Kaugummis ganz gut, da diese einen Zuckeraustauschstoff enthalten, den die Bakterien nicht verstoffwechseln können.

4. Mit dem Rauchen aufhören

Der Konsum von Zigaretten fördert die Entstehung von Zahnstein. Außerdem sorgen die Inhaltsstoffe der Zigaretten dafür, dass sich der Zahnstein (und die Zähne) dunkel verfärben. Aus diesem Grund sieht der Zahnstein noch unappetitlicher aus als es ohnehin schon der Fall ist.

5. Optional: Professionelle Zahnreinigung

Unserer Meinung nach ist die professionelle Zahnreinigung bei Zahnstein normalerweise nicht nötig. Ein bis zwei Kontrollen im Jahr reichen völlig aus. Zumal der Zahnarzt eventuell vorhandenen Zahnstein dabei ohnehin mindestens einmal im Jahr entfernt.

Die Zahnreinigung kann sich allerdings lohnen, wenn Sie wissen, dass Sie zur Bildung von Zahnstein neigen. In solchen Fällen empfehlen Experten zwei- bis viermal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung aufzusuchen. So können Sie sichergehen, dass sämtliche Stellen in Ihrem Mundraum sauber sind und Zahnstein keine Chance hat.

Leider werden die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung von der Krankenkasse normalerweise nicht übernommen. Je nach Krankenkasse kann es jedoch sein, dass diese einen Teilbetrag beisteuert. Manche Krankenkassen zahlen die Zahnreinigung sogar komplett.

Darum sollten Sie Zahnstein vermeiden

Zahnstein selbst hat nur sehr geringe Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Allerdings kann er zu einem unangenehmen Mundgeruch führen. Das alleine ist unserer Meinung nach schon Grund genug, Zahnstein schnellstmöglich zu entfernen.

Was viel gefährlicher ist, sind die möglichen Folgen von Zahnstein, die sich direkt auf Ihre Gesundheit auswirken. Dazu zählen zum Beispiel Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis.

Ein bisschen Zahnstein lässt sich nicht vermeiden

Ganz gleich wie gründlich Sie Ihre Zähne putzen und wie sehr Sie auf Ihre Ernährung achten: Bei Ihren jährlichen Kontrollen beim Zahnarzt kann es immer wieder vorkommen, dass dieser Zahnstein entfernt. Das ist kein Grund zur Sorge.

Fast jeder Mensch setzt über kurz oder lang etwas Zahnstein an. Der eine mehr, der andere weniger. Hier spielen zum Beispiel die genetische Veranlagung und die Zusammensetzung der Bakterien in Ihrer Mundhöhle eine Rolle. Lassen Sie sich von der Entdeckung von Zahnstein daher nicht verunsichern.

Wichtig ist nicht, dass gar kein Zahnstein entsteht, sondern dass Sie bzw. Ihr Zahnarzt diesen möglichst im Anfangsstadium erkennen und entfernen.

Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2020