Munddusche gegen Zahnstein: Die ideale Vorbeugung

Munddusche gegen Zahnstein: Die ideale Vorbeugung

Die Munddusche gegen Zahnstein ist eine sinnvolle Unterstützung bei der täglichen Mundhygiene, um Zahnstein gar nicht erst entstehen zu lassen. (Quelle: Olya Detry/shutterstock.com)

Zahnstein bildet sich oft an schwer zugänglichen Stellen. Die Ablagerungen sind nicht nur unansehnlich, vielmehr können sie auch zu schmerzhaften Schäden und Entzündungen führen.

Um Zahnstein vorzubeugen, ist eine effektive und regelmäßige Mundhygiene unerlässlich. Diese schließt gründliches Zähneputzen und eine ebenso gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit ein. Neben speziellen Zahncremes, Zahnseide und Ultraschall-Zahnbürsten kann auch der Einsatz einer Munddusche eine durchaus sinnvolle Methode sein.

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Was können Mundduschen bewirken?

Eine Munddusche ist ein Handgerät, das mithilfe eines Wasserstrahls Speisereste, Plaque und Bakterien entfernt. Verschiedene Arten von Mundduschen erfüllen dabei unterschiedlichste Ansprüche. Allen gemein ist ein Wassertank, ein elektrischer Motor und eine speziell geformte Dosierspitze. Durch sie gelangt der Wasserstrahl gezielt in die Zahnzwischenräume.

In der Regel verfügen Mundduschen über einen Wasserdruckregler, der bei Zahnspangen, Implantaten oder empfindlichem Zahnfleisch individuell angepasst werden kann. Zudem können unterschiedliche Modi gezielt auch schwer erreichbare Stellen reinigen.

Zu den positiven Effekten einer Munddusche gehören insbesondere die folgenden:

  • Sanfte und gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume
  • Beseitigung von Speiseresten an schwer erreichbaren Stellen
  • Entfernung von losem Zahnbelag
  • Entfernung von Speiseresten aus festen Zahnspangen
  • Schonende Massage bei empfindlichem Zahnfleisch
  • Individuelle Anpassung an Kronen, Brücken und Implantate
  • Zufuhr ausreichender Feuchtigkeit zur Entfernung von Plaque
  • Reduzierung von Mundgeruch
  • Generelle Verbesserung der Mund- und Zahnhygiene
  • Einfache und sichere Anwendung

Wie verwendet man Mundduschen richtig?

Die Anwendung einer Munddusche sollte morgens und abends erfolgen. Mundduschen können vor oder nach dem Zähneputzen verwendet werden. Vor dem Putzen können Speisereste zunächst gelöst und anschließend verlässlich durch Zahnseide entfernt werden. Nach dem Putzen können schwer erreichbare Stellen gründlich nachgereinigt werden.

Eine Munddusche erfolgt in fünf einfachen Schritten:

  • 1. Wassertank befüllen
    Sorgen Sie für eine ausreichende Zufuhr von Wasser, indem Sie Ihre Munddusche an einen Wasserhahn anschließen oder den Wassertank mit lauwarmem Wasser befüllen.
  • 2. Vorbereitung
    Beginnen Sie die Dusche, indem Sie die Dosierspitze im Mund platzieren. Vor dem Einschalten sollten Sie darauf achten, den Strahl nicht direkt auf Zähne oder Zahnfleisch zu richten. Wählen Sie nun den gewünschten Wasserdruck und stellen Sie die Munddusche an.
  • 3. Munddusche starten
    Starten Sie die Dusche mit dem geringsten Wasserdruck und erhöhen diesen schrittweise. Den Druck sollten Sie stets als angenehm empfinden. Achten Sie darauf, dass das Wasser vom Mund ins Waschbecken abfließen kann.
  • 4. Reinigung des Mundraums
    Führen Sie nun die Dosierspitze Zahn für Zahn am Zahnfleischsaum entlang und reinigen Sie dabei jeweils auch den Bereich zwischen den Zähnen. Dies gilt sowohl für die Innen- als auch für die Außenseite der Zähne. Für die Dusche Ihres gesamten Mundes sollten Sie sich circa zwei Minuten Zeit nehmen.
  • 5. Nachbereitung
    Leeren Sie den Tank und schalten Sie das Gerät aus. Entfernen Sie das restliche Wasser aus der Dosierspitze, reinigen Sie das Gerät und vergessen Sie nicht, auch den Wassertank auszuspülen. Hygiene ist insbesondere deshalb wichtig, um Keimbildung zu vermeiden.

Wer sollte auf eine Munddusche verzichten?

Wer an akuten Zahnfleischentzündungen leidet, sollte besser auf den Einsatz einer Munddusche verzichten. Kleinere Verletzungen oder Parodontitis können sich unter Umständen sogar verschlimmern.

Insbesondere Menschen mit erhöhtem Risiko für Herzinnenwand-Entzündungen (Endokarditis) sollten gänzlich vom Gebrauch einer Munddusche absehen. Es besteht die Gefahr, dass Bakterien aus der Mundhöhle in den Blutkreislauf übertreten.

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Fazit: Munddusche gegen Zahnstein

Zahnpasta, Zahnseide und Ultraschall-Zahnbürsten stellen sich als wirkungsvollste Mittel zur Vermeidung von Zahnstein heraus. Richtig angewendet kann eine Munddusche diese effektive Prophylaxe positiv unterstützen.

Keinesfalls ersetzt sie allerdings gründliches Putzen oder die Verwendung von Zahnseide. Nur eine konsequente Mund- und Zahnhygiene bedingt eine positive Zahngesundheit. Die tägliche Munddusche kann hier durchaus eine sinnvolle und einfach anzuwendende Unterstützung sein.

Zuletzt aktualisiert: 29. Mai 2020