Folgen von Zahnstein – Diese Folgeerkrankungen sind möglich!

Folgen von Zahnstein - Diese Folgeerkrankungen sind möglich!Zahnstein sieht zwar alles andere als ästhetisch aus, gefährlich für unsere Gesundheit ist er allerdings nicht. Dennoch sollten Sie ihn nach dem Erkennen so schnell wie möglich entfernen. Warum? Weil die Folgen von Zahnstein gefährlich werden können.

Die erste spürbare Folge von Zahnstein ist Mundgeruch. Im schlimmsten Fall kann Zahnstein sogar zu einem Herzinfarkt führen. Zumindest dann, wenn Sie den Zahnstein und seine zahlreichen Folgeerkrankungen rigoros ignorieren.

Warum führt Zahnstein zu so gefährlichen Folgeerkrankungen?

Im Gegensatz zum Zahnschmelz verfügt Zahnstein über eine sehr raue Oberfläche. Diese bietet den idealen Nährboden für Bakterien, da diese nicht mehr so einfach weggeputzt werden können wie auf dem Zahnschmelz. Sie können sich die raue Oberfläche wie eine Art Höhlensystem vorstellen, in das sich die Bakterien zurückziehen können. Haben sich die Bakterien einmal gesammelt, können sie sich dort ungezügelt vermehren und ausbreiten.

Die Ausscheidungen der Bakterien enthalten bestimmte Enzyme, die zu Zahnfleischentzündungen führen können. Das passiert, weil die giftigen Ausscheidungen der Bakterien das Zahnfleisch lockern. Die Entzündung ist dabei eine Immunreaktion unseres Körpers auf die Fremdstoffe.

Hier lauern bereits drei mögliche Folgen von Zahnstein: Mundgeruch, Karies und Zahnfleischentzündungen. Es folgt eine wahre Kettenreaktion.

Stufe 1: Mundgeruch

Der Mundgeruch bei Zahnstein entsteht durch die Ausscheidungen der Bakterien. So sondern sie zum Beispiel Sulfide und säurehaltige Substanzen ab. Diese Toxine verstärken den Mundgeruch beim Ausatmen noch durch eine chemische Reaktion mit dem Sauerstoff unserer Umgebung.

Stufe 2: Karies

Zahnstein ist für den Zahnschmelz der perfekte Schutz. So gut wie nie kommt es vor, dass Karies direkt unter dem Zahnschmelz entsteht. Allerdings ist nicht der gesamte Zahnschmelz von Zahnstein umschlossen.

Wie wir Ihnen bereits gezeigt haben, ist die Oberfläche von Zahnstein der perfekte Nährboden für Bakterien. Wenn Sie außerdem viel Zucker über die Nahrung zu sich nehmen, haben die Bakterien alles, was sie zum Gedeihen brauchen. Auf den Konsum von Limonaden, Fertigprodukten und Süßigkeiten sollten Sie deshalb verzichten.

Bakterien scheiden säurehaltige Substanzen aus, die den Zahnschmelz angreifen und entmineralisieren. Er löst sich mit der Zeit auf. Dieses Phänomen nennt man Karies. Ist Karies einmal entstanden, hilft nur noch der Besuch beim Zahnarzt. Und das am besten so schnell wie möglich.

Stufe 3: Zahnfleischentzündungen

Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entsteht ebenfalls aufgrund der Ausscheidungen von Bakterien. Der Körper reagiert auf diese Fremdstoffe mit Entzündungen. Das Zahnfleisch lockert sich.

Stufe 4: Parodontitis

Die Parodontitis entsteht aus einer Zahnfleischentzündung. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung greift vom Zahnfleisch auf die Zähne selbst, das Bindegewebe und die Knochen über. Auch diese lösen sich mit der Zeit auf. Im Extremfall führt dies zu Zahnausfall.

Stufe 5: Bakterien dringen in den Blutkreislauf ein

Je weiter der Mundraum durch Bakterien und Erkrankungen zerfressen wird, desto gefährlicher wird die Situation. Die Bakterien dringen dann über Verletzungen des Zahnfleischs in den Blutkreislauf ein. Ist dies der Fall, kann es im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt kommen, der wiederum tödlich enden kann. Die Bakterien wandern dabei aus dem Mundraum über den Blutkreislauf direkt ins Herz und siedeln sich dort an.

Sonderfall: Implantate

Die Ausscheidungen der Bakterien können nicht nur zu Zahnverlust führen, sondern auch zum Verlust von Implantaten. Diese sind – genau wie Zähne – im Knochen des Kiefers verankert. Folglich lösen sie sich beim Zerfall des Knochens ebenfalls ab. Man spricht in diesem Fall von einer Periimplantitis.

Fazit: Die Folgen von Zahnstein sind ernst

Wie Sie sehen können, ist mit den Folgen von Zahnstein nicht zu spaßen. Sie sollten das Vorhandensein von Zahnstein daher auf keinen Fall als gegeben akzeptieren. Nehmen Sie unbedingt den jährlichen Kontrolltermin bei Ihrem Zahnarzt wahr und putzen Sie Ihre Zähne gründlich und regelmäßig.

Lesen Sie außerdem unseren Artikel 5 Tipps, um Zahnstein effektiv vorzubeugen, damit es in Zukunft gar nicht erst zur Entstehung von Zahnstein kommt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.