Schwarzer Zahnstein – Optischer Makel oder tatsächlich gefährlich?

Schwarzer Zahnstein - Optischer Makel oder tatsächlich gefährlich?

Schwarzer Zahnstein tritt bei Kindern deutlich häufiger auf als bei Erwachsenen und verschwindet mit der Pubertät wieder. (Quelle: Andrii Spy_k/shutterstock.com)

Schwarzer Zahnstein unterscheidet sich von herkömmlichem Zahnstein lediglich in der Färbung. Zwar sehen dunkel verfärbte Zähne deutlich gefährlicher aus, die medizinische Relevanz ist jedoch dieselbe wie bei normalem Zahnstein.

Schwarzer Zahnstein wird häufig auch als Black Stain bezeichnet. Er entsteht vor allem bei Kindern in einem Alter von bis zu 15 Jahren. In Deutschland leiden rund 10 Prozent aller Kinder unter schwarzem Zahnstein. Doch natürlich können auch Erwachsene unter diesem Phänomen leiden.

Woher kommt die schwarze Färbung des Zahnsteins?

Die Färbung des Zahnsteins hängt vor allem von den Lebens- und Genussmitteln ab, die Sie tagtäglich konsumieren. Kaffee, Tee, Rotwein und Zigaretten färben den Zahnstein mit der Zeit dunkel. Aber auch Blutbestandteile können sich auf der Oberfläche des Zahnsteins sammeln. Je öfter Ihre Zähne mit diesen Stoffen in Verbindung kommen, desto höher ist das Risiko, dass Sie sich mit der Zeit verfärben.

Ein weiterer Auslöser für schwarzen Zahnstein ist Eisensulfid. Es entsteht als Reaktion zwischen dem Eisen in unserem Speichel und den Ausscheidungen der Bakterien in unserem Mundraum. Diese scheiden nämlich Schwefelverbindungen aus – sprich: Sulfide. Man spricht von chromogenen bzw. pigmentbildenden Bakterien.

Der Grund für die Ablagerung der Farbpigmente auf dem Zahnstein ist denkbar einfach. Die Oberfläche von Zahnstein ist nämlich rau. Ganz im Gegensatz zu Zahnschmelz, der sehr glatt ist und sich gut pflegen lässt. Die Farbpigmente haften also auf der rauen Oberfläche und lassen sich nicht so einfach wegputzen. Im Laufe der Zeit sammeln sich immer mehr Farbpigmente an. Die Folge: Der Zahnstein wird dunkler und dunkler.

Welche Arten von Zahnstein gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Zahnstein:

  • Weißer Zahnstein
    Weißer Zahnstein, der auch leicht gelblich erscheinen kann, ist Zahnstein, der sich gerade frisch gebildet hat.
  • Brauner Zahnstein
    Bei braunem Zahnstein handelt es sich um Zahnstein, der sich in der Nähe der Zahnfleischtaschen befindet. Die braune Färbung rührt von Bestandteilen des Blutes, die sich auf dem Zahnstein niedergelegt haben.
  • Schwarzer Zahnstein
    Schwarzer Zahnstein tritt vor allem bei Kindern und bei Rauchern auf. Er wird entweder durch Eisensulfid oder den Teer von Zigaretten ausgelöst. Auch die oben genannten Lebensmittel können für die Verfärbung verantwortlich sein.

Warum tritt schwarzer Zahnstein vor allem bei Kindern auf?

Leider ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht geklärt, warum schwarzer Zahnstein vor allem bei Kindern auftritt und während der Pubertät plötzlich verschwindet. Eine Vermutung wäre, dass Milchzähne besonders anfällig für schwarzen Zahnstein sind.

Fazit: Ist schwarzer Zahnstein gefährlich?

Glücklicherweise ist schwarzer Zahnstein lediglich ein optischer Makel. Man könnte meinen, dass die Stellen im Mund, die vom schwarzen Zahnstein befallen sind, komplett verfault wären. Das ist aber natürlich nicht der Fall.

Nichtsdestotrotz sollten Sie den Zahnstein entfernen lassen. Die Folgen von Zahnstein sind nämlich nicht zu unterschätzen und machen ihn zu einer gefährlichen Bedrohung für Ihre Zahngesundheit.

Zuletzt aktualisiert: 04. Juni 2020