Zahnstein entfernen & Schmerzen – Tut die Behandlung weh?

Zahnstein entfernen & Schmerzen - Tut die Behandlung weh?

Viele Menschen haben Angst vor dem Zahnarztbesuch. Wir zeigen Ihnen, warum diese Angst bei einer Zahnsteinentfernung normalerweise unbegründet ist. (Quelle: Nestor Rizhniak/shutterstock.com)

Grundsätzlich treten beim Entfernen von Zahnstein keine Schmerzen auf. Zahnstein ist schließlich verfestigter Zahnbelag und kein Teil des menschlichen Körpers. Demnach befinden sich darin auch keine Nervenbahnen, die Schmerzen erzeugen könnten.

Die meisten Patienten empfinden die Zahnsteinentfernung allerdings dennoch als unangenehm. Tatsächliche Schmerzen können auftreten, wenn sich der Zahnstein bereits weit verbreitet hat und unter das Zahnfleisch gewandert ist.

Entscheidend beim Zusammenhang zwischen Zahnsteinentfernung und Schmerzen ist zudem die persönliche Empfindsamkeit. Angstpatienten gehen zum Beispiel mit einer ganz anderen Einstellung an den Eingriff heran, weshalb (eingebildete) Schmerzen oft unvermeidbar sind.

Stadium des Zahnsteins spielt bei der Behandlung eine wichtige Rolle

Oberflächlicher Zahnstein, der sich noch im Anfangsstadium befindet, lässt sich recht einfach entfernen. Schmerzen treten in diesem Fall normalerweise gar nicht auf.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn sich der Zahnstein bereits unter dem Zahnfleisch befindet. Im schlimmsten Fall haben sich bereits Zahnfleischtaschen gebildet. Hier muss der Zahnarzt natürlich etwas rabiater an die Sache herangehen. Das Auftreten von Zahnfleischbluten ist dabei nicht unwahrscheinlich, tut aber normalerweise nicht sehr weh.

Nach der Behandlung kann es sein, dass das Zahnfleisch deutlich empfindsamer ist. Aus diesem Grund kann es zu Schmerzen nach der Zahnsteinentfernung kommen. Diese vergehen normalerweise allerdings innerhalb weniger Tage wieder. In besonderen Ausnahmefällen kann es schon mal bis zu 2 Wochen dauern.

Bei manchen Zahnärzten ist eine Betäubung möglich

Manche Zahnärzte bieten empfindlichen Patienten eine Betäubung an. Beispielsweise mit Eisspray. Das kann vor allem bei Angstpatienten und Patienten mit empfindlichen Zähnen sinnvoll sein. Schließlich arbeitet auch der Zahnarzt besser, wenn der Patient nicht in Panik gerät und sich während der Behandlung bewegt.

Allerdings: Wer Scaler und Ultraschallgeräte an den Zähnen bereits als unangenehm empfindet, der wird Eisspray erst recht nicht mögen.

Was passiert bei der Zahnsteinentfernung?

Vielleicht können wir Sie ein wenig beruhigen, wenn wir Ihnen zeigen, wie genau der Zahnarzt vorgeht. An dieser Stelle verweisen wir daher auf unseren Artikel Wie entfernt der Zahnarzt Zahnstein?. Bei vielen Menschen ist nämlich gerade die Ungewissheit ein großes Problem.

Verletzungsgefahr beim selbstständigen Entfernen am höchsten

Wirklich starke Schmerzen erleidet man nur, wenn man Zahnstein selbst entfernen möchte und beispielsweise mit dem Zahnsteinentferner abrutscht. Die Folge: Das sehr scharfe Instrument rast mit voller Wucht ins Zahnfleisch. Es blutet und tut weh – und zwar länger als einen Tag.

Wir empfehlen daher, die Dienstleistung eines Zahnarztes oder eine professionellen Zahnreinigung in Anspruch zu nehmen. Wer dem Zahnstein unbedingt selbst zu Leibe rücken möchte, der sollte auf ungefährliche Entfernungsmethoden zurückgreifen, wie beispielsweise Ultraschall-Zahnbürsten oder Zahnsteinradierer. Der Zahnsteinentferner sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn man wirklich weiß, was man tut.

Fazit: Zahnstein entfernen & Schmerzen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Zahnsteinentfernung zwar unangenehm für den Patienten ist, im Normalfall jedoch keine Schmerzen verursacht. Unangenehm ist die Prozedur natürlich trotzdem.

Je weiter der Zahnstein fortgeschritten ist, desto größer ist das Risiko, dass der Patient während der Behandlung tatsächlich unter Schmerzen leidet.

Zuletzt aktualisiert: 05. Juni 2020