Zahnstein bei Katzen: Symptome, Ursachen & mögliche Folgen

Zahnstein bei Katzen: Symptome, Ursachen & mögliche Folgen

Zahnstein bei Katzen ist leider ein sehr häufig auftretendes Phänomen. Hier erfahren Sie mehr über die Symptome, die Ursachen und die möglichen Folgen für die Gesundheit Ihrer Katze. (Quelle: Konstantinius/shutterstock.com)

Katzen sind häufig von Zahnstein betroffen. Rund 70 Prozent aller Katzen, die älter als drei Jahre sind, leiden darunter.

Zunächst zeigt er sich nur am Zahnhals und breitet sich von dort weiter aus. Unbehandelt kann er in extremen Fällen die Zähne Ihres Tieres komplett überziehen oder tiefe Taschen innerhalb des Zahnfleisches bilden.

Gesunde Zähne sind für Ihre Katze ein wesentlicher Faktor für einen guten Gesundheitszustand. Deshalb sollten Sie als Katzenbesitzer der Zahnpflege Ihres Tieres ausreichend Zeit widmen. Denn was für den Menschen gilt, gilt auch für Ihr Tier: Vorbeugen ist besser als behandeln.

Symptome: Wie sich Zahnstein bei Ihrer Katze bemerkbar macht

Zahnstein bei Katzen zu erkennen, ist relativ einfach. Die folgenden Symptome lassen darauf schließen, dass Ihre Katze von Zahnstein betroffen sein könnte:

  • Betroffene Zähne weisen einen gelblich-braunen Belag auf
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Geschwollenes, entzündetes und blutendes Zahnfleisch; evtl. begleitet von Zahnverlust
  • Es sind schmerzhafte (auch blasenartige) Entzündungen im Maul erkennbar
  • Das Fressverhalten Ihrer Katze weicht vom bisherigen ab
  • Kauen findet hauptsächlich auf einer Seite oder gar nicht mehr statt
  • Das Tier verliert an Gewicht
  • Ihre Katze wirkt ungepflegt
  • Unangenehmer Mundgeruch stellt sich ein
  • Abszesse und Entzündungen auch in anderen Organen des Körpers

Ursachen: Wie entsteht Zahnstein bei Katzen?

Die Ursachen für die Entstehung von Zahnstein sind bei der Katzen genau dieselben wie beim Menschen.

Wenn nach dem Fressen Futterreste auf den Zähnen zurückbleiben, entsteht Zahnbelag. Dieser weiche Zahnbelag wird auch Plaque genannt. Der Belag ist zunächst noch weich und lässt sich ohne großen Aufwand entfernen. Geschieht dies nicht, bildet er zusammen mit abgelagerten Bakterien und Speichelbestandteilen nach und nach harte, bräunliche Ablagerungen. Es entsteht Zahnstein.

Wie stark Katzen von Zahnstein betroffen sind, ist von diversen Faktoren abhängig. So spielen Alter und Rasse eine wesentliche Rolle, aber auch die Mineralstoffkonzentration des Speichels und sein pH-Wert sind dabei wichtige Faktoren.

Folgen: Wie gefährlich ist Zahnstein für Ihr Tier?

Unbehandelt birgt Zahnstein ernstzunehmende Risiken für Ihr Tier. Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) können die Folge sein. Das Zahnfleisch verfärbt sich zunächst rötlich und beginnt zu bluten. Im nächsten Schritt wird unbehandelter Zahnstein zwangsläufig dazu führen, dass er sich weiter ausbreitet.

So überzieht er nach und nach den gesamten Zahn oder er schiebt sich bis tief unter das Zahnfleisch. Dort bildet er regelrechte Taschen, die das Zahnfleisch beiseiteschieben. Im weiteren Verlauf werden diese Taschen immer tiefer und die Entzündung breitet sich auf das gesamte umliegende Gewebe aus.

Eine solche Parodontitis kann zu einer Lockerung des Zahnes führen, und – in letzter Konsequenz – seinen Verlust bedeuten. Ist der Zahnhalteapparat erst einmal zerstört, lässt sich dieser Prozess nicht wieder rückgängig machen. Er ist irreparabel.

Aber auch die Gefahren einer durch Zahnstein bedingten Zahnfleischentzündung sollten keinesfalls unterschätzt werden. Im Ernstfall kann sie sich sogar als durchaus lebensbedrohlich für Ihr Tier herausstellen.

Diese bakteriellen Erreger können durch die verletzte Mundschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen. Dort werden sie durch den Körper transportiert, setzen sich in Herz, Lunge, Leber und Nieren ab und führen dort zu Abszessen und Entzündungen. Zudem können Blutvergiftungen und Herzmuskelentzündungen die Folgen sein.

Fazit: Zahnstein bei Katzen schnellstmöglich behandeln

Wie Sie sehen, ist Zahnstein bei Katzen ein ernstzunehmendes Problem. Sie sollten die Zahngesundheit Ihres Tieres stets im Hinterkopf behalten und entsprechende Maßnahmen durchführen, damit Zahnstein gar nicht erst entsteht. Wenn er einmal da ist, sollten Sie ihn schnellstmöglich behandeln lassen.

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Zuletzt aktualisiert: 19. August 2020